Terror und Trauma

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 05.04.2007
Diese Aufsatzsammlung des Amsterdamer Filmwissenschaftlers Thomas Elsaesser hat Rezensent Simon Rothöhler nicht nur mit der "Vielfalt und Aktualität seiner Bezüge, sondern auch als historiografisches Modell" überzeugt. Denn Filmgeschichte und Filmtheorie gehen hier aus seiner Sicht eine ausgesprochen produktive Verbindung miteinander ein. Es handelt sich den Informationen des Rezensenten zufolge um ausführliche Texte zu deutschen Nachkriegsregisseuren, darunter Fassbinder, Kluge oder Achternbusch. Diese Texte habe Thomas Elsaesser durch ein neu geschriebenes Vorwort nachträglich einen theoretischen Rahmen gegeben. Als dessen theoretisches Zentrum beschreibt der Rezensent Elsaessers Theorie einer strukturellen Affinität von Trauma und Kino, in der sich "Realität zu Affekt" verdichte. Dabei hat das Buch für ihn einen Rahmen für zukünftige deutsche Nachkriegsfilmgeschichte geschaffen und deren Topoi theoretisch vorsortiert.

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